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Mobiles Internet auf Reisen im Ausland über Pocket WiFi – Tipps gegen die #Datenabzocke

Pocket-Wifi HUAWEI E5377s-32 Mobile WiFi Access Point. Mobiles Internet auf Reisen und im Ausland über Pocket WiFi

Für viele ist es Teil des Urlaubs Offline zu sein. Für viele Traveller ist Internetzugang „on the Road“ aber wichtig und für Digitale Nomaden sogar unverzichtbar. Unabhängig davon welcher Typ Reisender man ist, wenn man unterwegs Internet braucht und nicht in Reichweite eines W-Lans oder Hotspot ist, wählen viele die Option Roaming über den deutschen Mobilfunkanbieter und das kann teuer werden.

Jeder kennt die Apothekenpreise der Auslandstarife, welche die Provider per SMS gleich nach der Landung in einem neuen Land anpreisen. Tagespakete, Datenpakete, Reisepakete, Tages- und Wochen Pässe, Travel & Surf Flats. Maritimer Service und anderen Plunder mit fancy Namen zu horrenden Preisen und mit Kündigungsklauseln im Graubereich. Wer schon mal versucht hat im Ausland das Vodafone ReisePaket World „Tag“ wieder zu kündigen, weiß was ich meine. #Datenabzocke

Auch wenn man Facebook & Co mal weglässt, für die Navigation, Übersetzungen, Karten oder einfach nur die schnelle Google Suche nach der Zeitverschiebung braucht man dann doch wieder Internet.

Aus diesen Gründen haben wir uns diesen kleinen mobilen WLAN Router oder Pocket WIFI / MiFi (mobile WiFi) für die Datennutzung ohne Roaming angeschafft: HUAWEI E5377s-32 Mobile WiFi Access Point schwarz * Amazon Partnerlink
Die Idee dahinter ist ganz einfach: vor Ort besorgt man sich eine SIM Karte und kauft Datenvolumen bei einem lokalen Anbieter bzw. Carrier.

Vorteile:
– lokale Datenpakete sind meistens wesentlich billiger als die Auslandstarife der Mobilfunk Raubritter aus der Heimat
– man muss nicht ständig in seinem Telefon die SIM Karte rausfummeln um diese mit der Lokalen austauschen
– das kleine Internet für die Hosentasche bietet im Gegensatz zu Tethering WLAN für mehrere Geräte: Smartphones, Laptops, Navis, etc.
– man spart sich da manchmal schon nervige Fragen nach dem WIFI Passwort im Hotel, an der Bar, im Restaurant, etc. und die Jagd nach guten Verbindungen
– und wenn man kein Netz braucht stellt man das Pocket WIFI einfach ab

Während unserem Trip in Südafrika haben wir Datavolumen bzw. Airtime von MTN (Mobile Telephone Networks Group) genutzt. Die SIM Karte gab es bei einem der Phone/Technik/PC Shops die es an jeder Ecke und in jeder Mall gibt. Das Airtime Paket haben wir gleich gegenüber bei Spar an der Kasse bekommen. 1,5 GB kosten knapp 10€. MTN Top-Ups, also Datenpakete gibt es in Südafrika interessanterweise aber auch an jedem ATM, sprich Geldautomaten.

Bei zwei Smartphones, viel Navigation und Google Recherche sind 1,5 GB schnell weg, daher empfehlen wir lieber gleich ein größeres Paket zu kaufen.

Hier ein kleiner Überblick welche Datenmengen für einige Dienste verbraucht werden:

Google Suche0,5 MB pro Suche
Webseiteab 1 MB
Youtube10 MB und mehr pro Video
Facebook1,5 MB pro Abruf
Skype1 MB pro Minute – ohne Video
Google Maps, Streaming, Spotify o. ä.1 MB pro Minute

Das sind natürlich alles nur grob geschätzte und durchschnittliche Werte, ohne Gewähr und nur als Anhaltspunkt gedacht.
1000 MegaByte / MB = 1 GigaByte / GB

How to: Einrichten der SIM Karte und des Datenvolumens
Zum Einrichten und Freischalten des gekauften Datenvolumens muss die SIM in ein Handy eingelegt werden. Die Einrichtung funktioniert dann über USSD Befehle, also Zeichenketten wie zB:   *141*+PINCode*Send   Das bedeutet man lädt das gekaufte Guthaben auf die SIM, Wenn der Voucher Code bei MTN eingelöst und der SIM gutgeschrieben ist, legt man die SIM Karte ins Pocket Wifi ein und ist startklar. Das klingt jetzt vielleicht erstmal etwas abstrakt und holprig, ist aber gar nicht so wild. Hier ein Video zur Erklärung des Vorgangs: How to: Converting Airtime into Data Bundles

Sobald das Gerät eingeschaltet ist, erscheint der W-Lan Name bzw. der Gerätename in der Auswahl der verfügbaren W-Lan Verbindungen auf dem Empfängergerät und kann verbunden werden. Gerätename und Passwort stehen bei Huawei auf einem Aufkleber auf der Innenseite des Deckels. Also einfach aufmachen und nachschauen. Zu beachten ist allerdings dass ein funktionierendes W-Lan noch nicht automatisch bedeutet dass auch eine Verbindung zum Funknetz besteht, also dass da auch Internet „drauf“ ist.

Zur Prüfung oder zum Ändern verschiedener Einstellungen gibt es ein Menü im Gerät selbst, eine Web Management Page die über einen Browser unter einer IP Adresse wie http://192.168.8.1 o. ä. erreichbar ist oder eine Android / IOS App.

Verbindungsgeschwindigkeit
War eigentlich immer OK und wie überall auf der Welt auch mal besser, mal schlechter. Top Speed in und um den Städten, etwas lahmer auf dem Land und in Bergen, Schluchten und weit ab von allem auch gerne mal null, down, offline. Kein Funkmast in Reichweite, kein Netz, kein Internet. Aber das sind dann eben oft auch die schönsten Spots 🙂

Laufzeit / Akku
Der Akku hat bei unseren Einsätzen so zwischen 2 – 3 Stunden gehalten – je nach Netzstärke und Verbindungen. Mit vollem Netz und wenig Verbindungen bzw. Downloads hält die Batterie natürlich länger als wenn bei einer Ausfahrt im  Outback zwei Smartphones mit Spotify und Google Maps dranhängen. Im Auto haben wir einen Ladeadapter und für Wanderungen oder Einsätze ohne Strom aus der Dose haben wir ein Powerpack, also einen kräftigen Ersatz Akku.

Mietgeräte
Es gibt auch schon einige Anbieter, die Pocket WiFi Geräte samt eingerichteter SIM Karte und Datenvolumen verleihen und schon vor Antritt der Reise nach Hause schicken. Am Zielort angekommen, schaltet man das Gerät nur noch an, verbindet seine Handy, Smartphone, Laptop und kann sofort lossurfen. Wieder zurück Zuhause packt man den Mini-Router einfach wieder in die Post und schickt ihn zurück. Je nach Budget kann so ein Service natürlich Zeit und Ärger sparen.

Sicher – man spart sich auch den Kauf des Gerätes, muss keinen lokalen Anbieter suchen, SIM kaufen, Volumen freischalten, usw. aber dafür haben Miet Wifi `s eben auch Ihren Preis. In Europa oder englischsprachigen Ländern kriegt man das mit dem eigenen Pocket-Wifi schon hin, in asiatischen Ländern oder speziell in Japan kann das Selbsteinrichten aber schon sportlich werden – spätestens da würden wir auch einfach ein Gerät samt Volumen vor Ort mieten.
Beispiele: www.tepwireless.comwww.travel-wifi.com / www.sakuramobile.jp / yourkarma.com/wifi/ / www.keepgo.com

Tipp und Sicherheitshinweis !
In offenen WLAN`s wie am Flughafen, im Hotel, Cafe oder Resort sollte immer ein VPN Service zwischengeschaltet sein und auch beim Pocket WIFI schadet es nicht den Datenverkehr durch einen VPN abzusichern.
Auf jeden Fall sollten alle automatischen Aktualisierungen (Apps, Betriebssystemen, iCloud Backups, Fotostreams, Podcasts, etc.) deaktiviert werden, sonst ist das Datenvolumen schnell dahin.

Unser Fazit:
Pocket Wifi ist jetzt Standard Ausrüstung auf unserer Packliste und kommt immer mit. Das Einrichten, Freischalten, Aufbuchen von lokalen Anbietern und Tarifen ist nicht immer einfach und kann schon mal nerven. Dann kommt man nicht drumrum auch mal einen Local nach Hilfe zu fragen – so kommt man aber auch in Kontakt zu Land & Leuten 🙂 . Aber wenn es dann mal eingerichtet ist; dann läuft´s ! Finanziell dürfte es gegenüber der deutschen Romaing Abzocke immer billiger sein lokal zu buchen. Auch wenn der Start etwas holprig war, wir haben unsere kleine Internetschleuder schnell lieb gewonnen und haben dabei nicht nur Geld gespart sondern auch an Freiheit auf Reisen gewonnen.

Veröffentlicht von

Web-Admin, Content Manager und Marketeer. Hier nur als Beifahrer und Gefährte aktiv.

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