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2 Tage Stopp-Over in Kathmandu – Nepal

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Was für ein Flash dieses Kathmandu; damit hatte ich nicht gerechnet.

Meine Reise ging diesmal nach Sri Lanka zur Ayurveda-Kur und da ich quasi dran vorbei flog und Nepal schon immer auf meiner Bucket List stand, machte ich einen kleinen Abstecher nach Kathmandu. Ein Einstand zum insichgehen, runterkommen und relaxen – eben an einem der besonderen Orte der Welt.

Geplant war ein Tag Anreise, 2 Tage Programm, ein Tag Abreise. Na dann; auf geht’s.

Mein Flug ging mit der Oman-Air von München über Muscat nach Kathmandu.

Kurz vor der Landung in Kathmandu wurden die Fensterblenden wieder hochgemacht und ich traute meinen Augen nicht: Da lag es vor mir; majestätisch und gigantisch groß: das Himalayagebirge!
Wow – bei dem Anblick und einfach der Tatsache das es DER Himalaya ist bekam ich überall Gänsehaut; so schön.

Am Flughafen wurde ich freundlich vom Fahrer meiner Unterkunft im Empfang genommen. Neben meinem Namensschild gab es zur Begrüßung einen Schal umgehängt: welcome & namaste. Der Beginn meines Stopp-Over´s also ziemlich entspannt.

Nachdem mein Koffer im Auto verladen waren ging jedoch eine aufregende Fahrt los. Sobald man den Flughafen verlässt, kommt man sich nicht nur vor wie in einer anderen Welt, sondern auch wie in ein anderes Zeitalter versetzt.

Kaputte Häuser, freiliegende Stromleitungen, Sackkarren, komische Vehikel, Fahrräder gefühlt aus den 50er Jahren, Steinhaufen, Baustellen als ob man gerade erst im Industriezeitalter angekommen wäre, viel Staub wie in der Wüste (deshalb auch die Atemmasken), hunderte von Autos und LKW´s und leider überall Müll. Wie ich später erfahren habe gibt es in Katmandu keine Müllabfuhr und es wird einfach alles dort fallen und liegengelassen wo man es nicht mehr braucht. So besteht leider auch der Fluss Bagmati, der sich durch die ganze Stadt schlängelt, nur aus Plastiktüten und Dreck.
Und diese vielen Menschen (nur in der Stadt alleine sind es über eine Millionen … mit den angrenzenden „kleinen“ Stadtteilen sogar 2,5 Millionen Einwohner ) – so viel Gewusel und dennoch hat alles irgendwie System.

Und zwischen diesem ganzen Wahnsinn stehen dann die uralten farbenfrohen Häuser, Denkmäler, Paläste, Tempel und Stupas und wirken auf einen dann doch sehr bedächtig.

Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus; und dabei waren es gerade mal neun Kilometer vom Flughafen ins Hotel, für die wir aber aufgrund der ständigen Staus fast 1,5 Stunden gebraucht haben.

Mittlerweile war es später Nachmittag und ich war dankbar für etwas Ruhe; denn es war schon ziemlich laut hier in der chaotischen Stadt.

Ich bezog mein Zimmer im „Summerhill House“, packte aus und machte die Balkontür auf um mal nach draußen zu schauen. Wow – was für ein Anblick – der Sonnenuntergang über der Stadt. Nun wusste ich auch, warum Katmandu „Mother of Light“ genannt wird. Atemberaubend wie das Kathmandutal in die Abendsonne taucht. Ich stand eine Zeitlang da und sog das Gewirr und die Anmut in mich auf.
Ich war gespannt, was mich am nächsten Tag alles erwartet.

Für die zwei Tage in Kathmandu hatte ich mir einen Fahrer und einen Guide gebucht. Ich wurde jeweils um 10h im Hotel abgeholt und um 17h wieder zurück gebracht und nun verstand ich auch, warum der Fahrer nicht gleichzeitig der Guide ist. Denn in dem Verkehr und den engen Gassen war es kaum möglich irgendwo länger anzuhalten. Deshalb sprangen ich und mein Guide öfters schnell aus dem Auto und wurden irgendwo anders wieder aufgepickt. Macht Sinn. Und mit Fahrer kann man in 2 Tagen wirklich sehr viel sehen.

Am ersten Tag ging es quer durch die Stadt. Wir fuhren, standen viel im Stau, hielten an besonderen Plätzen und mir wurde sehr viel über die City, in der der Buddhismus und Hinduismus dominiert, erzählt. Am zweiten Tag ging es raus aus dem Wirrwarr – etwas ins Grüne, aber selbst hier hieß es im Stau stehen, lange fahren, viel Sightseeing und versuchen auch mal Grünflächen ohne Müll zu finden.

Ich kam mit dem fotografieren gar nicht mehr hinterher – so viel Motive.
Eigentlich wollte ich den Trip ja in Ruhe genießen und alles auf mich wirken lassen; andererseits aber auch die Eindrücke digital festhalten und mir Notizen machen. Was für eine schwere Entscheidung.
Es war einfach zu viel. Zu schön. Zu Interessant. Zu Wow.
Deshalb hielt ich einfach den Finger auf dem Auslöser und drückte ab ohne viel nachzudenken.

Aus diesem Grund habe ich mich bei diesem Artikel für eine Bild-Geschichte entschieden – ohne langes Blabla und hoffe, dass Euch die Bilder auch so flashen wie sie es mit mir in echt getan haben.

Nach zwei Tagen Input in einer Stadt wie ich es noch nie gesehen und erlebt habe, bin ich mit einem großen Grinsen im Gesicht und einer Dankbarkeit wie gut es uns doch geht wieder in den Flieger gestiegen und war bereit für meine Entspannung im Ayurveda in Sri Lanka. Das ist aber eine andere Geschichte und wird noch erzählt.

Kathmandu. Was soll ich noch sagen als den Spruch zu bestätigen: erleuchtet um wiederzukommen!

Und ich möchte auf jeden Fall wiederkommen. Dann nehme ich aber etwas mehr Zeit mit und möchte auch mal eine kleine Wanderung in das Himalaya-Gebirge unternehmen.

Bis dahin aber :

Danke &
Namaste !

Noch eine kleine Anmerkung:
Nepal ist ein Dritte-Welt-Land und sehr arm. Erschwerend dazu kommt, dass es vor allem Kathmandu in den letzten Jahren durch die Erdbeben hart getroffen hat. Aus diesem Grund sind sehr viele antike Backsteingebäude- und Tempel zerstört worden und werden nun Mühevoll wieder aufgebaut. Zwar geben die USA und Deutschland viele Gelder für den Wiederaufbau, aber Spenden sind immer willkommen.

Ich habe vor Ort gespendet und wieder meinen Flug über atmosfair.de kompensiert.

Natürlich freue ich mich über Kommentare, ob euch meine Bildgeschichte gefallen hat.

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