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Addo Elephant Park – wilde Elefanten hautnah erleben ohne ihren Lebensraum zu stören

Wer sich die Karte vom Addo Elephant Nationalpark mal ansieht kann schon erahnen wie groß das Areal ist und 1640 km² sind echt groß.

Irgendwie hatte ich Bammel, dass wenn wir auf eigene Faust in den Park fahren, wir an unseren letzten zwei Tagen in Südafrika gar keine Elefanten zu Gesicht bekommen. Denn ich hatte ja keine Ahnung wie das hier so läuft. Wir waren uns aber zu 100% sicher, dass wir freilebende Elefanten in ihrer natürlichen Umgebung sehen wollten; und keine auf irgendeiner Farm, auf denen man vielleicht noch reiten kann. Nein – auf keinen Fall – dann lieber keine sehen (Ja – OK stimmt schon. Addo Elephant Park ist ein eingezäuntes Gelände – also nicht wirklich freilebend in wilder Natur, aber für Parkverhältnisse doch ziemlich nah dran).

Ich schaute mich also auf der Internetseite von den Sanparks – zu denen auch der Addo Park gehört-  um. Es gibt insgesamt 3 Camps die Übernachtungen im Addo-Park selbst anbieten.

  • dem Addo Main Camp im Norden (Eingang Nord)
  • dem Spekboom Hide & Tented Camp im oberen Drittel
  • dem Matyholweni Camp ganz im Süden (Eingang Süd)

Ansonsten gibt es natürlich noch zahlreiche Hotels, B&B und Gästehäuser rund um den Park herum.

Aber dann bin ich auf ein besonderes Camp im Park gestoßen. Dem 5 Sterne – Gorah Elephant Camp. Dieses Camp ist das Einzige, welches die Konzession besitzt mit Rangern außerhalb der Öffnungszeiten auf Wegen – die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind – Pirschfahrten zu unternehmen. Außerdem strotzt es nur so vor Luxus und lag in einer Gegend, die ebenfalls für den allgemeinen Tourismus nicht öffentlich ist. Im angebotenen Paket (2 Nächte / 3 Tage) waren enthalten:

  • 2 Pirschfahrten täglich á  3 Stunden
    (somit 4 Stück an der Zahl, morgens um 06:30h Abfahrt und abends um 16:30h Abfahrt … d.h. wenn die Tiere aktiv sind – perfekt!)
  • Vollpension (Frühstück, Mittag, Tea-Time, Abendessen + nichtalkoholische Getränke)
  • 2 Übernachtungen im Zelt mitten in der Natur
    (manchmal unfreiwillig auch mit den Tieren)
  • einem eingezäunten Pool (d.h. der Mensch wurde eingezäunt und vor den Tieren geschützt)
  • Eintrittsgebühr in den Park
  • und Betütelung pur !

Natürlich ist der ganze Spaß nicht billig und als ich den Betrag von Rand in Euro umgerechnet hatte wurde mir fast schlecht. Autsch – das tut ja mal ganz schön weh.

Beim Stöbern auf der Seite vom Gorah Camp bin ich aber über ein Angebot gestolpert: wer kurzfristig bucht (max. 2 Tage vorher = Jupp passt) bekommt 50% Ermäßigung (natürlich nur wenn ein  entsprechendes Kontingent frei ist). Hey – na das trifft sich ja gut.
Brav eine Anfrage per Email gestellt und siehe da – es klappte.
Ansonsten hätten wir es nicht gemacht … ist immer noch ein ganz schöner Brocken.

Aber das, was wir schlussendlich im Camp und im Park erlebt hatten war unbezahlbar.

Nicht nur der sehr gute Service im Camp, nein auch die Pirschfahrten waren der Hammer.
In einem bequemen offenen Jeep hoppelten wir die Pisten entlang und sahen Tiere, Tiere, Tiere.
Wir konnten eigentlich alles auf unserer Liste abhaken was Rang und Namen hat.

Löwen, Büffel, Zebras, Kudu, Warzenschweine, Hyänen, Schildkröten, Dung-Käfer, Meerkatzen, Eland, Hartebeest, sogar die einzigen zwei Leoparden die es im ganzen Park gibt, ein Nashorn und: ELEFANTEN. Viele, sehr sehr viele und an den Wasserlöchern ganz nah. So schön – das muss man einfach gesehen haben.

Und das was wir nicht auf der Pirsch gesehenhatten, streifte direkt an unserer Terrasse am Camp vorbei. Außerdem ist es so toll einen erfahrenen Ranger bei sich zu haben der einem alles über die Tiere und ihre Gewohnheiten erzählt.

Nach wundervollen 2 Nächten und 3 Tagen hieß es nun endgültig by by Südafrika. Mit tollen Erinnerungen und ebenso vielen Fotos stiegen wir in unseren Flieger zurück nach Deutschland und bedankten uns bei Afrika.

Wir kommen wieder – Versprochen !

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